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Historisches Wohnhaus in Emden öffnet seine Tür zum „Tag des offenen Denkmals“

Beginn: 13/09/2026 11:00 | Ende: 13/09/2026 16:00

Zum "Tag des offenen Denkmals", am Sonntag, 13. September, von 11.00 - 16.00 Uhr, ist der Monumentendienst zu Gast im historischen Wohnhaus in Klein-Faldern, Mühlenstr. 18, 26725 Emden.

 

Das historische Wohnhaus in Klein-Faldern Mühlenstr. 18, in Emden erstrahlt in neuem Glanz. Das Gebäude ist eines der wenigen, welches die Bombardierungen vom 6. September 1944 nahezu unbeschadet überstanden hat.

Das stadtbildprägende historische Gebäude steht in der Mühlenstraße, im Stadtteil Klein-Faldern, in Emden, und verfügt über eine Wohnfläche von rund 120 m². Es handelt sich um ein zweigeschossiges, giebelständiges Wohnhaus mit steilem Satteldach und dreiachsiger Putzfassade. 

Vermutet wird, dass das Gebäude auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus aus dem 17. Jahrhundert errichtet wurde. Eine dieser Mauern ist seitlich noch erhalten. Der Großteil des Hauses – einschließlich der Fassaden – wurde jedoch neu errichtet, wahrscheinlich um das Jahr 1795. Belege dazu finden sich im Buch „Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Stadt Emden". Über die Jahre hatten hier verschiedene Gewerbe ihren Sitz, darunter Maurer- und Zimmermannsfirmen.

Als eines der wenigen Häuser in diesem Straßenabschnitt überstand das Gebäude die Bombardierungen vom 6. September 1944 nahezu unbeschadet. Die Sanierungen der Nachkriegsjahre setzten dem Haus allerdings stark zu: falsche Baumaterialien, statische Fehler mit daraus resultierenden Verformungen sowie optische Eingriffe, etwa die Entfernung der Giebelkrönung, hinterließen deutliche Schäden.

Mit Hilfe des Monumentendienstes konnte das Haus einen Teil seines alten Charmes zurückgewinnen. Die Stadt Emden bestätigte das stadtbildprägende Gebäude als „erhaltenswerte Bausubstanz". Mit viel Herzblut, maximaler Eigeninitiative und unermüdlichem Ehrgeiz haben die Eigentümer, Martin und Maximilian Busker, dem alten Haus zu neuem Glanz verholfen und ein Stück Emder Geschichte weitergeschrieben.

Bei der Sanierung im Inneren kamen ausschließlich nachhaltige Baustoffe zum Einsatz: Holzweichfaser, Kalkputz, Kalk-Innendämmputze, Dielenböden und Holzfenster – alles in Beratung mit dem Monumentendienst. Die benötigten historischen Baumaterialien wurden ebenfalls über den Monumentendienst bezogen.

Die Eigentümer stehen am „Tag des offenen Denkmals“ gerne für Fragen zum Haus, zur Sanierung und Ähnlichem zur Verfügung.

Philipp Richter vom Monumentendienst wird von 11.00 – 16.00 Uhr über die Arbeit und das Wirken des Monumentendienstes berichten sowie zu allen Fragen rund um historische Gebäude und Materialien informieren.